Das dunkle Geheimnis der Schwimmbäder: Warum du eigentlich in Urin badest

Stell dir vor: Du springst ins kühle Nass, tauchst ein, ziehst deine Bahnen – und ahnst nicht, dass du in einer unsichtbaren Brühe schwimmst. Es ist nicht nur Wasser. Es ist auch das, was deine Mitschwimmer in aller Stille dort hinterlassen haben. Ja, richtig gelesen: Öffentliche Schwimmbäder und Whirlpools sind voller Urin. Und das ist keine Übertreibung – es ist wissenschaftlich bewiesen!

Jeder Fünfte pinkelt ins Becken – wirklich?!

Eine Umfrage unter Erwachsenen brachte es ans Licht: 19 % geben offen zu, ins Becken zu urinieren. Das bedeutet, dass in einem gut besuchten Schwimmbad jederzeit jemand gerade seine eigene warme Spur hinterlässt . Und das ist nur die Zahl derjenigen, die es zugeben! Die Dunkelziffer? Wahrscheinlich weitaus höher.

Aber wie viel Urin kommt da zusammen? Forscher der Universität Alberta fanden heraus, dass bis zu 75 Liter Urin in einem klassischen Schwimmbecken (ca. 830.000 Liter Wasser) landen . Das klingt nach nicht viel? Dann bedenke: Diese Flüssigkeit verteilt sich gleichmäßig im Becken – du schluckst also mit jedem Tauchgang vielleicht einen winzigen Anteil davon.

Whirlpools: Die wahren Urin-Hotspots

Und jetzt wird’s eklig: In Whirlpools ist die Konzentration an Urin dreimal höher als in normalen Schwimmbädern . Warum? Ganz einfach: Sie sind kleiner, wärmer und bieten mehr Möglichkeiten, sich unauffällig zu erleichtern. Die Blasen der Gäste scheinen sich dort geradezu reflexartig zu entleeren. Wer also denkt, ein entspannter Hotel-Jacuzzi sei hygienischer als ein großes Schwimmbad – Fehlanzeige!

Warum das wirklich ein Problem ist

„Aber Urin ist doch steril!“ – ein beliebtes Argument, das so nicht stimmt. Ja, frisch abgegebener Urin ist keimarm. Aber sobald er sich mit Chlor im Wasser verbindet, entsteht eine chemische Reaktion. Die Folge? Stickstofftrichlorid, ein reizender Stoff, der für den typischen „Schwimmbadgeruch“ verantwortlich ist . Wenn dir also beim Betreten des Bades ein starker Chlorgeruch entgegenströmt, dann riechst du nicht das Chlor – sondern eine Mischung aus Urin und Desinfektionsmitteln.

Und noch ein Schocker: Gerötete Augen nach dem Schwimmen sind oft nicht die Folge von Chlor, sondern von dessen Reaktion mit Körperflüssigkeiten. Kurz gesagt: Wenn dir nach dem Baden die Augen brennen, hattest du vermutlich eine Mischung aus Urin, Schweiß und anderen „natürlichen Beiträgen“ im Gesicht.

Wie wir das Problem lösen können

Die Lösung ist so simpel, dass man sich fragt, warum sie nicht jeder befolgt: Vor dem Schwimmen auf die Toilette gehen! Klingt banal, aber wenn sich alle daran halten würden, könnten wir das Problem drastisch reduzieren. Auch eine gründliche Dusche vor dem Schwimmen hilft, um andere Verunreinigungen (wie Schweiß oder Kosmetikreste) aus dem Wasser zu halten.

Also, nächstes Mal im Schwimmbad: Denk dran, was du wirklich einatmest und mit wem du dein Badewasser teilst. Und wenn du im Whirlpool sitzt, dann sei dir bewusst – du bist nicht allein. Dein unsichtbarer Badegast ist überall.

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