
Kartoffeln sind ein beliebtes Grundnahrungsmittel – vielseitig, lecker und kalorienarm. Doch wusstest du, dass du die Kalorienmenge von Kartoffeln weiter senken kannst, wenn du sie nach dem Kochen abkühlen lässt und anschließend wieder erwärmst? Dieser einfache Trick spart Kalorien und bietet sogar Vorteile für deine Gesundheit. In diesem Artikel erkläre ich dir, wie das funktioniert, wie viele Kalorien du einsparen kannst und ob es dabei auch Nachteile gibt.
Wie funktioniert der Kalorien-Trick?
Der Schlüssel liegt in der Umwandlung von Stärke. Kartoffeln bestehen zu einem großen Teil aus Kohlenhydraten in Form von Stärke. Wenn Kartoffeln gekocht und anschließend abgekühlt werden, verändert sich die Struktur der Stärke:
• Ein Teil der verdaulichen Stärke wird zu resistenter Stärke.
Resistente Stärke kann vom Körper nicht wie normale Stärke verdaut werden. Sie wird im Dünndarm nicht abgebaut, sondern unverdaut in den Dickdarm weitergeleitet.
Da resistente Stärke keine Glukose freisetzt, liefert sie keine Kalorien wie normale Stärke. Wenn du die Kartoffeln nach dem Abkühlen wieder erwärmst, bleibt die resistente Stärke größtenteils erhalten – der Effekt bleibt also bestehen.
Wie viele Kalorien spart man ein?
Die Kalorienreduktion beträgt etwa 10-15 %. Das mag nach wenig klingen, macht bei größeren Mengen aber durchaus einen Unterschied. Ein Beispiel:
• 400 g gekochte Kartoffeln enthalten etwa 280 kcal.
• Durch den Trick reduzierst du die Kalorien um etwa 28-42 kcal.
Je mehr Kartoffeln du isst, desto mehr Kalorien sparst du also ein. Dieser Effekt gilt übrigens nicht nur für Kartoffeln, sondern auch für andere stärkehaltige Lebensmittel wie Reis oder Nudeln.
Gibt es gesundheitliche Vorteile?
Ja, und die sind nicht zu unterschätzen. Resistente Stärke wirkt wie ein Ballaststoff und bringt mehrere Vorteile für deine Gesundheit:
1. Fördert die Darmgesundheit:
Resistente Stärke dient als Nahrung für die „guten“ Darmbakterien, insbesondere Bifidobakterien. Durch die Fermentation im Dickdarm entstehen kurzkettige Fettsäuren wie Butyrat, die die Darmwand stärken und entzündungshemmend wirken.
2. Längere Sättigung:
Resistente Stärke verlangsamt die Verdauung und sorgt für ein anhaltendes Sättigungsgefühl. Das kann Heißhungerattacken verhindern und ist hilfreich, wenn du abnehmen möchtest.
3. Blutzuckerspiegel bleibt stabiler:
Der Verzehr von Lebensmitteln mit resistenter Stärke führt zu einem geringeren Anstieg des Blutzuckerspiegels, was besonders für Diabetiker vorteilhaft ist.
Gibt es Nachteile?
Auch wenn der Trick gesundheitliche Vorteile bietet, können bei empfindlichen Personen leichte Verdauungsbeschwerden auftreten:
• Blähungen und Völlegefühl:
Da resistente Stärke im Dickdarm von Bakterien fermentiert wird, entstehen Gase wie Methan oder Kohlendioxid. Das kann bei Menschen mit empfindlichem Darm zu Blähungen führen.
• Langsamere Verdauung:
Der langsame Abbau der Stärke kann das Gefühl einer trägen Verdauung hervorrufen.
Falls du einen empfindlichen Magen oder ein Reizdarmsyndrom hast, solltest du die Menge resistenter Stärke langsam steigern, damit sich dein Darm anpassen kann.
So wendest du den Trick an
Der Kalorien-Trick funktioniert ganz einfach:
1. Koche die Kartoffeln wie gewohnt (z. B. als Pellkartoffeln oder geschält).
2. Lass die Kartoffeln vollständig abkühlen – am besten im Kühlschrank für mindestens 8 Stunden.
3. Erwärme die Kartoffeln vor dem Verzehr (z. B. in der Pfanne, Mikrowelle oder im Ofen).
Natürlich kannst du die Kartoffeln auch kalt essen, zum Beispiel als Kartoffelsalat.
Fazit: Einfach und effektiv
Mit diesem simplen Trick kannst du den Kaloriengehalt von Kartoffeln um bis zu 15 % reduzieren und gleichzeitig etwas für deine Darmgesundheit tun. Besonders praktisch ist das, wenn du größere Mengen kochst und die Reste später weiterverwendest. Ob als Bratkartoffeln, Auflauf oder in der Suppe – der Effekt bleibt erhalten.